Seminarwoche 5 – Auswertung

Liebe Seminarteilnehmer,

wir freuen uns, dass die Plagiat-Aufgabe euch soviel Freude bereitet hat und sind beeindruckt von euren Suchergebnissen. Was den Umgang mit Plagiaten angeht, so wollen wir an dieser Stelle ein paar weitere Akzente setzen.

Vom Umgang mit Plagiaten – Eine Nachlese

  • Plagiarismus ist leider ein sehr verbreitetes Phänomen. Sicher wissen einige Schüler noch nicht, dass das, was sie tun strafbar ist und dass es ihnen (v. a. langfristig gesehen) schadet. Hinweise darauf, dass man als Lehrer Plagiate aufspüren kann und der Verweis auf die möglichen Folgen sind daher absolut notwendig (obwohl Unwissenheit nicht vor Strafe schützt). Als präventive Maßnahmen haben auch die entsprechende Formulierung von Aufgabenstellungen und die Einforderung eines Arbeitsprotokolls ihre Berechtigung (auch eine mündliche Verteidigung des Arbeitsergebnisses ist bei umfangreicheren Projekten ergiebig).
  • Bei uns entstand indes der Eindruck, als würdet ihr Plagiarismus als Problem nicht so drastisch bewerten (was sich in den vergleichsweise milden Konsequenzen widerspiegelt). Hierzu bleibt zu sagen, dass zumindest im Sekundarbereich die Fronten rechtlich eindeutig geklärt sind:

http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=3516411940334&jlink=p25&jabs=32

http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=2886312836923&jlink=p23&jabs=31

http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=3962312834253&jlink=p18&jabs=26

  • Es ist natürlich schwer, ohne einen konkreten Einzelfall vor sich zu haben, angemessen nach pädagogischen Maßgaben und innerhalb des rechtlichen Rahmens zu entscheiden. Wir wollen aber an dieser Stelle zu bedenken geben, dass zwei Dinge unerwünscht sind: 1. dass die Schüler die Flügel hängen lassen und 2. dass ein weiteres Mal plagiiert wird.

Anmerkung: Viele Universitäten exmatrikulieren ihre Studenten bereits beim zweiten nachgewiesenen Plagiatsfall (auch in Dresden ist dies faktisch vorgesehen). Möglicherweise hilft es den späteren Studenten, wenn in der Schulzeit (solange schlechte Bewertungen noch keine drastischeren Auswirkungen auf den Lebensweg haben) hart gegen Plagiate vorgegangen wird – selbstredend im Rahmen dessen, was pädagogisch sinnvoll und vertretbar ist.

Auswertung der Arbeitsergebnisse

Positiv ist aufgefallen, dass ihr die Aufgaben wesentlich strukturierter angegangen seid und damit effizienter und besser gearbeitet habt. Allerdings gibt es auch einige Probleme. Da wir eine sinnvolle Rückmeldung geben wollen, findet ihr hier eine Auswertung der Abreitsgruppen im Einzelnen:

  • Gr. 1: Sehr reflektierte und detaillierte Auseinandersetzung mit der Plagiatproblematik bei Vernachlässigung der Informationsrecherche. Das Arbeitsblatt fehlt! Die Reflexion des eigenen Lernprozesses findet sich in 4 von 5 Teilnehmer-Blogs.
  • Gr 2: Sehr gut ist die detaillierte und durchdachte Auseinandersetzung zum Umgang mit Plagiaten gelungen. Auch ihr habt zum Thema Informationsbewertung kein Arbeitsergebnis vorzuweisen. Schade. Die Reflexion des eigenen Lernprozesses findet sich in 2 von 4 Teilnehmer-Blogs. Amica ist sehr engagiert.
  • Gr. 3: Ihr könnt auf eure Arbeit zum Thema Plagiate stolz sein. Eine sehr gute Zusammenfassung (Was ist ein Plagiat? Wie kann ich Plagiate finden? Wie kann ich Plagiate verhindern?). Das Arbeitsblatt ist insgesamt gut gelungen. Allerdings sind mMn die Seiten, an denen die Matrix abgearbeitet werden soll, nicht ideal gewählt. (Ich als Schüler wäre danach der totale Wikipedia-Fan …). Wenn ihr es mir noch als pdf mit einer lesbaren Überschrift (andere Schriftart verwenden!) zusendet, verlinke ich das Arbeitsblatt. Da hätten alle etwas davon. Die Reflexion des eigenen Lernprozesses findet sich in 4 von 6 (?) Teilnehmer-Blogs. KtP, edaxxy und cleverchild sind sehr aktiv.
  • Gr. 4: Auch Gruppe 4 hat sehr gute Arbeit geleistet: Die Maßnahmen zum Umgang mit Plagiaten sind für den GS-Bereich gut durchführbar und pädagogisch absolut sinnvoll. Das Arbeitsblatt ist mühevoll gestaltet und die Gruppe ist mit Recht stolz auf sich. (Kleine Kritik am Rande: Das Geforderte ist natürlich ein wenig voraussetzungsreich. Der Begriff „Link“ muss sitzen, das Datum muss gefunden werden können und die URL kann unter Umständen ziemlich lang sein … Dennoch: gute Arbeit.) Die Reflexion des eigenen Lernprozesses findet sich in 3 von 4/5 Teilnehmer-Blogs.
  • Gr. 5: Die Hinweise zum Umgang mit Plagiaten sind gelungen und wir sind absolut zufrieden mit diesem Arbeitsergebnis. Allerdings ist die zweite Aufgabe (Informationsbewertung) immer noch in Bearbeitung (?). Ihr seid doch zu fünft und ihr seid eine gute Gruppe. Macht da was draus! Auch in den Teilnehmer-Blogs sieht alles nach Zurückhaltung eurerseits aus. Einzig Kathrin hat gebloggt. Sehr schade!

Alles in Allem: Wenn ihr etwas gemacht habt, dann sind das durchaus gute Arbeitsprodukte. Aber leider sind einige von euch säumig. Das ist suboptimal. So funktioniert das Seminar nicht! Abschließend bleibt zu sagen, dass auch die Kommentierung der einzelnen Blogs nicht wirklich exzessiv praktiziert wird.

Wat nu? 1. Nacharbeiten, 2. lernreflektieren und/oder kommentieren bis die Tastatur glüht sowie 3. die Geduld der Seminarleitung nicht überstrapazieren.

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2 comments so far

  1. eddaxy on

    Will nur bescheid geben, dass wir in Gruppe 3 nur noch zu 5 sind. Der/die Teilnehmer/in j.Preissiger meldet sich seit der 2.Woche nicht mehr. Direkt abgemeldet wurde sich jedoch nicht.

  2. […] Ein ebenso aktuelles Thema ist – nach wie vor – Plagiarismus. Wer sich damit noch einmal näher auseinandersetzen mag, dem sei der Onlinekurs “Fremde Federn finden” empfohlen. Arbeitsergebnisse des letzten Seminars finden sich hier. […]


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